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Gaming / Streaming Pc

Hallo,
Ich möchte mir einen neuen Gaming / Streaming Pc zulegen kenne mich aber mit den Komponenten leider nicht so gut aus. Deshalb hoffe ich hier eine gute Konfiguration zu bekommen!(Am liebsten zusammenstellung von Mindfactory)

Infos:

1. Budget: 2000-2500€

2. Verwendungszweck: Gaming und Streaming (Spiel Hauptsächlich eSports Titel wie CsGo, Fortnite, COD)

3. Aussehen des Pc ist mir komplett egal ich brauche keine Rgbs, Fenster etc.

4. Monitor:Asus ROG Swift PG258Q:

https://www.mindfactory.de/product_info.php/24-5Zoll--62-23cm--Asus-ROG-Swift-PG258Q-schwarz-1920x1080-1xDisplayPor_1142140.html

5. Zusammenbauen werde ich selbst versuchen also am bestern keine komplizierten Wasserkühlungen die man selbst Zusammenbauen muss!

Hallo Joshua,

folgende Fragen solltest du dir in Bezug auf dein System stellen:

  • Welche CPU sollte ich verwenden (AMD vs. Intel)
  • Wieviel Speicher benötige ich für den RAM, welche Art RAM-Riegel möchtest du verwenden? Wieviele Speicher-Riegel schafft die CPU und welche Speichergeschwindigkeiten sind maximal möglich?
  • Nach Wahl deiner CPU solltest du entsprechend schauen ein Mainboard mit passendem Sockel und passend zum RAM zu bekommen.
  • Da der gewählte Bildschirm eine 1080p-Auflösung hat, würde ich dir empfehlen auch hier entsprechend zu wählen welchen Grafikkartenhersteller du wählen möchtest (AMD oder Nvidia). Hier gibt es nur wenige Grenzen nach oben, meistens sind diese der Preis.
  • Das OS würde ich auf eine ausreichend große SSD legen. Dies verringert Ladezeiten beim Hochfahren des PCs und beschleunigt den Datentransfer. Einige häufig genutzte Anwendungen und Games finden dort auch noch ausreichend Platz.
  • Zusätzlich noch eine HDD für Musik, Videos, etc.
  • Für die CPU würde ich dir raten nicht den mitgegebenen Lüfter zu verwenden. Die Lautstärke und erzeugte Kühlleistung sind deutlich schlechter als die Nachrüsterlüfter bieten.
  • Das PC-Gehäuse würde ich so wählen, dass ausreichend Platz für die zu verwendenen Bauteile ist und diese leicht zugänglich sind (vor allem in Bezug auf den Einbau).
  • Das Netzteil  sollte entsprechend der verwendeten Hardware ausgelegt werden. Je mehr Leistung ich entsprechend im Rechner habe, desto größer muss die zu leistende Wattzahl sein.

Ich hoffe, dass dies erstmal einen oberflächlichen Abriss zu diesem Thema bietet. Gerne kannst du uns auch im Teamspeak besuchen. Hier und da gibt es definitiv Anwesende, die dir bei diesem Themen Tipps geben könnten.

Gruß

Moin Joshua.

Basierend auf den unter 2.) genannten Games: Die höchsten Anforderungen werden unter den genannten durch COD gestellt und bestehen in einem i7 4770k oder äquivalent, einer GTX 1060 und 12 GB RAM.

Der Bildschirm mit seinen 240 Hz ist völliger Bullshit. Das menschliche Auge sieht ab 30 Hz bzw. FPS flüssig. Ab 60 erkennt es in normalen Szenarien keinen Unterschied mehr. In Shootern mit schnellen Bildwechseln sind 120 Hz bzw. FPS die Frequenz bei der das Auge alles absolut flüssig sieht. Die doppelte oder eine noch mehrfache Frequenz zu haben, ist schlicht sinnfrei.

Warum es schnellere Monitore gibt? Aus dem gleichen Grund, aus dem es schnellere TVs gibt: Die Bildfrequenz ist eine Zahl, die man technisch noch wesentlich höher steigern kann und die sich als immer größerer Zahlenwert toll im Marketing macht.

Es ist so ziemlich die einzige Zahl eines Monitors oder TVs bei der sich die Hersteller noch gegenseitig übertreffen können, wenn es sich um Produkte der gleichen Auflösung also Pixelzahl und der gleichen physischen Abmessungen handelt.

Durch die Normung der Auflösung auf z.B. FullHD mit 1920 x 1080 Pixel und einheitliche, physikalische Größen und Seitenverhältnisse, z.B. 24 Zoll und 16:9 haben alle Bildschirme dieser Klasse horizontal wie vertikal nicht nur die gleiche Pixelanzahl sondern auch die gleiche Pixelgröße. Und bei den Reaktionszeiten sind alle Hersteller inzwischen bei 1 ms angekommen. Einzig bei der Bildwiederholrate können sie sich noch gegenseitig mit höheren Zahlen übertreffen und den damit völlig überforderten Kunden dem Zwang aussetzen sich auch anderweitig bessere Hardware zu suchen.

Denn ein Bildschirm der 240 Mal pro Sekunde das Bild neu aufbaut suggeriert dem Kunden, auch eine Grafikkarte zu brauchen, die 240 Mal pro Sekunde ein neues Bild liefert. Man will so einen Bildschirm ja nicht mit 60 FPS speisen und sich 4 Mal hintereinander das gleiche Bild ansehen - obwohl das Auge das ohnehin nicht unterschieden kann.

Lange Rede, kurzer Sinn: Bildschirme mit mehr als 144 Hz sind am PC einfach nur verbranntes Geld.

Nun gut, lassen wir das also mal außer Acht und fangen einfach mal das basteln an:

  • Case. Basierend darauf, dass Du keinen Wert auf ein Window-Kit legst, würde ich zu einem be quit! Silent Base 601 Tower Gehäuse greifen. Mit 6 x 2,5 Zoll und 3 x 3,5 Zoll intern, der Möglichkeit Mainboards in Formfaktor ATX und E-ATX zu verbauen und einer maximalen GPU-Baulänge von 449 mm ist es zukunftssicher, auch für spätere Aufrüstungen. Ferner bietet es eine Schlittenmontage für WaKü bis 360 mm oben und die Option eine zweite WaKü vorne einzubauen, sollte man mal eine GPU mit Custom-WaKü haben wollen. Preis, rund 90,- Euro
  • CPU. Würde es um reines Gaming gehen, würde ich durchaus einen Intel in Betracht ziehen. Da Du zusätzlich aber streamen willst und parallel zum Game an sich auch Windows und OBS bei Laune gehalten werden wollen, fiele meine Wahl auf einen AMD Ryzen 7, aktuell den 2700X - allerdings würde ich dazu raten, den Ryzen Serie 3 abzuwarten. Solltest Du nicht warten wollen, läge der 2700X preislich aktuell um 290,- Euro
  • Vor allem mit Blicks aufs Streamen und die mögliche Geräuschentwicklung, aber auch mit dem Blick auf hohe Umgebungstemperaturen im Sommer und Heizungsluft im Winter würde ich für die CPU auf jeden Fall zu einer WaKü greifen. Mit Blick auf eine zukünftige Erweiterung wäre hier direkt eine 360 mm Version meine Wahl, zum Beispiel die Fractal Design Celsius S36 zum Preis von rund 130,- Euro
  • Mainboard. Mit Blick auf zukünftige Erweiterbarkeit würde ich vom Mainboard mindestens 2 x PCIx16 Slots erwarten und ein Gigabyte Aorus Elite B450 empfehlen. Das Asus Prime X370-A unterstützt den Nvidia Multi-GPU Betrieb nur mit CPUs der 1. Generation und das Asus Prime X470 kastriert bei Verwendung der PCIx1 Slots 1 oder 3 die zweite M.2 Schnittstelle auf SATA. Preislich liegt das Gigabyte bei rund 100,- Euro
  • RAM. Grundsätzlich würde ich heute jeden PC mit Minimum 16 GB RAM bestücken. Da COD in der Empfohlenen Ausstattung schon 12 GB erwartet, wäre für einen PC auf dem es nicht nur gespielt sondern auch noch gestreamt werden soll, eher schon 32 GB angesagt - auch um da halbwegs sicher zu sein für künftige Spiele. Sofern man der Überzeugung ist, lange Zeit mit 32 GB auszukommen, wäre die Bestückung der Wahl 4 x 8 GB. Strebt man hingegen schnell den Vollausbau des Boards an, also 64 GB würde ich die 32 GB mit 2 x 16 bestücken, auch wenn das den RAM in der 32 GB Ausbaustufe auf Dualchannel beschränkt. Gehen wir von 2 x 16 GB aus, würde ich ein G.Skill 32 GB DDR4-3200 Ripjaws V mit CL16-18-18-32 verbauen. (preislich um 150,- Euro)
  • GPU. Zukunftssicher, eine 2080. Da ich allerdings nicht sehe, was den zwischen 500 und 1000 Euro höheren Preis einer Ti aktuell rechtfertigen würde, würde ich hier zu einer Non-Ti greifen und da würde meine Wahl auf eine EVGA RTX 2080 XC Ultra für rund 870,- Euro fallen. Ja, mit Gigabyte, Gainward, Inno3d und teils auch Asus gibt es noch etwas preiswertere Karten mit diesem Setting. Aber EVGA hat mich in der Vergangenheit hinsichtlich Haltbarkeit schlicht am meisten überzeugt.
  • SSD. Das Board bietet die Möglichkeit zwei M.2 zu verbauen und genau das würde ich auch tun. Eine 250 GB Samsung EVO 970 für das Betriebssystem und die Anwendungsprogramme und eine 500 GB Samsung EVO 970 für die Games. Preislich wären das rund 80 plus rund 100 Euro. Günstiger würde es noch mit Corsairs Force M.2s gehen. Allerdings habe ich mit denen keine Erfahrungswerte hinsichtlich Performance und Haltbarkeit.
  • HDD. Da sich aus Streaming oft auch Aufnahme ergibt und M.2 wie normale SSD für Aufnahmen eher ungeeignet sind und auch die Speicherung von Dokumenten und Fotos auf einer M.2 recht sinnfrei ist, würde ich den M.2 noch eine klassische HDD zur Seite stellen und eine WD Blue 4TB verbauen. Der Platz sollte eine ganze Weile reichen. Preis rund 100,- Euro
  • PSU. Basierend auf den verbauten Komponenten ergibt sich ein Energiebedarf unter Volllast von rund 440 Watt. Mit Blick darauf, dass 80+ PSUs bei 80% Last ihre höchste Effizienz erreichen, ergeben 440 Watt Maximallast eine Netzteil-Anforderung von 550 Watt. Da böte sich ein be quiet! Straight Power 11 CM an, welches auch ein Kabel-Management hat. Preis rund 100,- Euro. Ob man einen etwas schlechteren Wirkungsgrad in Kaufen nehmen und mit Blick auf künftige Erweiterungen zu einem 650 W Netzteil wie dem be quiet! Power Zone 650W zum gleichen Preis greifen will, muss man selbst wissen.

In der Summe würde sich ein so zusammengestelltes System auf rund 2000,- Euro belaufen. Als Betriebssystem wird die Wahl vermutlich (leider) auf Windows 10 fallen. Hierzu ein guter Rat: Investiere ein wenig mehr in die Pro Version. Die bietet wesentlich mehr Möglichkeiten, Windows über die Gruppenrichtlinien diverses unnützes Gedöns und gerade beim Gaming und Streaming störendes Verhalten dauerhaft abzugewöhnen.

Das wäre so meine Empfehlung aus dem Nichts heraus, also ohne das Du Dich auf bestimmte Komponenten wie "es muss auf jeden Fall Intel" sein oder ähnliches festlegst.

Meinungen dazu? Insbesondere @annoum ...

 

Es gruselt ... Fuffel de André

Wer Nichts weiß und weiß, dass er Nichts weiß, weiß viel mehr als der, der Nichts weiß und nicht weiß, dass er Nichts weiß 🙂